Die Metallradierung ist an für sich eine klassische Technik, die in Europa durch Albrecht Dürer erstmals populär wurde. Sie dient mir jedoch nicht zur Herstellung einer Druckplatte - die eigentliche Anwendung - sondern zur Schaffung eines reflektierenden, aber dennoch Hell- und Dunkelwerte aufweisenden Hintergrunds, auf welchen ich Glasmalfarbe aufbringe.
Erster Schritt ist das Auftragen von Asphaltmasse, des so genannten Ätzgrundes, auf die Metallplatte. Nach dem Trocknen des Asphalts wird das Motiv mit einer spitzen Nadel (Radiernadel) in denselben eingekratzt.
Nun wird die Platte in ein Säurebad getaucht. Die mit Asphalt bedeckten Bereiche sind vor der Säure geschützt, wohingegen die freiliegenden Flächen (im Falle der Drucktechnik oft eng nebeneinander liegende Linien oder Linienschraffuren) geätzt und mit einer dunklen Oxidschicht bedeckt werden. Nach dem Ätzprozess wird die Platte gereinigt und vorsichtig poliert. Das Motiv erscheint nun gegenüber den nicht geätzten Bereichen abgesenkt und gedunkelt.
Da die Metallplatte mir nicht als Druckmedium, sondern Malhintergrund dient, ist auch der umgekehrte Weg möglich, d.h. das Motiv wird mit dem Asphalt aufgetragen anstatt in den die ganze Platte bedeckenden Ätzgrund eingekratzt. Da der zähe Asphalt kein genaues Zeichnen zulässt, ist nach dem Trocknen aber oft dennoch eine Nachbearbeitung mit der Radiernadel erforderlich. Nach dem Säurebad und dem Reinigen der Platte erscheint nun das Motiv erhaben und aufgehellt.
Schliesslich wird die Platte mit transparentem Lack bemalt. Nach erneuter Trocknung wird dieser 45 min lang bei 160 Grad Celsius eingebrannt, und so feuchtigkeitsfest.
Je nach Lichteinfall ergeben sich durch die metallische Reflektion durch die Glasmalfarbe hindurch sehr unterschiedliche Wrkungen. Betrachtet man die Bilder bei seitlichem Lichteinfall aus einigen Metern Entfernung, kommt der Effekt besonders schön zur Geltung.
Die Landschaften und Mythen der Anden sind mir eine besonders lebendige Quelle der Inspiration. Aber auch aus der besonderen kulturellen Prägung Andalusiens schöpfe ich gestalterische Kraft.
Seit 2003 bin ich Mitglied des Kunst- und Förderkreises Kolbermoor, ein Zusammenschluss von derzeit etwa 15 mit sehr unterschiedlichen Techniken arbeitenden Künstlern. Das Spektrum reicht von klasisscher Öl- und Aquarellmalerei über abstrakte Mischtechnik bis hin zu russischer Ikonenkunst. Seit mehreren Jahren findet unter der Leitung von Johanna Scharmer-Marra alljährlich eine Ausstellung dieses Künstlerkreises im Kolbermoorer Mareissaal statt.
Einigen Künstlern verhalf der Förderkreis bereits zur Selbständigkeit. So können Sie mit Tischdekorationen und Bonbonieres von Nicola Klatt aus Kolbermoor bei jedem Anlass mit italienischem Flair feiern, ob Hochzeit, Taufe oder Geburtstag.